Das internationale Forum für Übersetzer deutschsprachiger Literatur.

24.10.2012
Die PETRA-Empfehlungen
Unterwegs zu neuen Bedingungen für die literarische Übersetzung in Europa

PETRA ist eine Plattform für europäische Organisationen aus dem Bereich der Literaturübersetzung, an der das LCB beteiligt ist. Aus den Diskussionen des Brüsseler PETRA-Kongresses im Dezember 2011 sind die „PETRA-Empfehlungen“ zur Verbesserung der Bedingungen für die literarische Übersetzung in Europa hervorgegangen, die am 22. Oktober 2012 der EU-Kommissarin Androulla Vassiliou überreicht werden. Das Dokument ist abrufbar von der Website www.petra2011.eu

Die Empfehlungen beziehen sich insbesondere auf die folgenden Themen.

• Ausbildung und Weiterbildung literarischer Übersetzer
• Copyright und e-Status
• Die kulturelle Situation und Sichtbarkeit literarischer
Übersetzung
• Verlagspolitik und der Markt
• Die wirtschaftliche und soziale Lage literarischer
Übersetzer



12.09.2012
Im Bergwerk der Sprache
Eine Geschichte des Deutschen in Episoden

Wie im Bergwerk der Sprache fühlt sich ja so mancher Schreibende, aber ganz besonders gilt das wohl für die literarischen Übersetzer, die sich beim Umgang mit historischen Texten in die Schichten und Lagen vor allem der Sprache, in sie übersetzen, hineinarbeiten müssen. Eine Seminarreihe im Literarischen Colloquium Berlin hat dieses Thema in den vergangenen Jahren aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: Warum zuckt ein in der Nazi-Zeit aufgewachsener Mensch womöglich vor dem Wort „schlagartig“ zurück? Wie erkläre ich meinem ausländischen Chat-Partner das deutsche „tja“? Warum sind die Schachtelsätze des Barock heute so schwer zu lesen? Und was erzeugt den Stakkato-Sound in manchen zeitgenössischen Texten? Aus den Beiträgen zu dieser nicht nur unter Übersetzern beliebten Seminarreihe haben Gabriele Leupold und Eveline Passet nun ein Kompendium zusammengestellt: Im Bergwerk der Sprache. Das Buch (360 Seiten, 24,90 Euro) ist im Augsut 2012 im Wallstein Verlag erschienen.

Im Bergwerk der Sprache


04.06.2009
www.weltlesebuehne.org
Übersetzer über Bücher

Übersetzer sind Weltenbummler der Literatur. Von den Büchern, die sie von ihren Reisen mitbringen, können sie deshalb so spannend erzählen, weil sie sie selbst geschrieben haben. Was andere geschaffen haben, erfinden sie in minutiöser Arbeit neu.

Die Weltlesebühne ist ein Zusammenschluss von Übersetzern aus Berlin, Freiburg, Hamburg, Köln und Zürich. Ihre Veranstaltungen widmen sich der internationalen Literatur und ihren häufig unbekannten Co-Autoren. Vorgestellt werden Textübertragungen aus allen erdenklichen Sprachen, Epochen und Gattungen. Die Übersetzer berichten aus ihrer Werkstatt und erkunden gemeinsam mit dem Publikum das weite Feld zwischen den Sprachen und Kulturen.

Ansprechpartner und Kontakte unter www.weltlesebuehne.org

Weltleseb�hne


29.05.2009
Moving Words
Schweizer Übersetzungsförderung 2009-2011

Ein Land, vier Sprachen, vier Literaturen – mindestens. In mehr als 50 Sprachen
übersetzt, ist Schweizer Literatur in der ganzen Welt präsent. Mit ihrem Schwerpunkt «Moving Words» rückt die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia die Arbeit der Übersetzer und Übersetzerinnen in den Fokus. Sie möchte das Übersetzen besser wahrnehmbar machen und die Wertschätzung für diese Kultur vermittelnde, kreative Tätigkeit erhöhen.
Die Stiftung setzt in den kommenden drei Jahren Massnahmen um, die sowohl die Quantität als auch die Qualität des literarischen Übersetzens in der Schweiz steigern sollen. Insbesondere will Pro Helvetia weltweit die Zahl der Übersetzungen von Schweizer Literatur erhöhen. Darüber hinaus fördert sie mit gezielten Weiterbildungsangeboten die Qualifikation von literarischen Übersetzerinnen und Übersetzern.
All diese Aktivitäten und Fördermassnahmen realisiert und finanziert Pro Helvetia in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern. Eine Auswahl an Veranstaltungen und weitere Informationen finden Sie hier:

www.prohelvetia.ch/Moving-Words-UEbersetzerpraxi.300.0.html

Die Entwicklung weiterer Förderinstrumente wie Young-Translators-Partnership (Mentoringprojekt), Verlegerreisen (internationaler Austausch), Schwerpunkte z u Kinder- und Jugendbuch sowie Sachbuch ist geplant. Die Website von Pro Helvetia sowie der elektronische Newsletter informieren regelmässig über aktuelle Veranstaltungen.

www.prohelvetia.ch


20.03.2009
"Wer die Welt lesen will, der muß sie verstehen. Wir arbeiten daran"
Broschüre des deutschen Literaturübersetzerverbandes

Die Broschüre beleuchtet die prosaischen und poetischen Seiten des Literaturübersetzens. Beitrag der deutschen Literaturübersetzer zur Diskussion um eine Verbesserung der desolaten Einkommenssituation von Übersetzern.


23.01.2009
Literaturhinweis
Diesseits von Babel - Vom Metier des Übersetzens

Das Metier des Übersetzens und Dolmetschens ist (fast) so alt wie die Menschheit selbst. Die knapp 20 Beiträge dieses Bandes zeichnen ein Bild der langen Geschichte und der heutigen fassettenreichen Vielfalt dieses Metiers.

Dietmar Hertel und Felix Mayer (Hrsg.), Diesseits von Babel. Vom Metier des Übersetzens. 176 S., geb., ISBN 978-3-89498-182-2, EUR 19,90.

www.sh-verlag.de


16.01.2009
CEATL-Enquete
Vergleichsstudie zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie zu den Einkommen der Literaturübersetzer in Europa

Der Rat der Europäischen Literaturübersetzerverbände (CEATL) hat im Dezember 2008 die erste Vergleichsstudie zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Literaturübersetzer in 21 europäischen Ländern vorgelegt.

Die Studie kann in englischer oder französischer Sprache (PDF, Größe: je 1,3 MB) heruntergeladen werden.

www.ceatl.eu/docs/surveyfr.pdf  (in französischer Sprache)

www.ceatl.eu/docs/surveyuk.pdf  (in englischer Sprache)


15.11.2008
Bericht von der Deutsch-Polnischen Übersetzerwerkstatt in Krakau
Villa Decius, 20.-25. Oktober 2008

Deutsche und polnische Übersetzer trafen sich im Oktober 2008 in der Villa Decius in Krakau zu einer Textwerkstatt, um ihre aktuellen Projekte unter Kollegen zu diskutieren. Ein Bericht der Projektleiterin Dorota Stroinska - mit Stimmen der Teilnehmer.


02.02.2008
Literaturhinweis
In Ketten tanzen - Übersetzen als interpretierende Kunst

In Ketten tanzen
Übersetzen als interpretierende Kunst
Herausgegeben von Gabriele Leupold und Katharina Raabe
Wallstein Verlag, März 2008, 294 Seiten, 24,90 €


Das Buch geht zurück auf die gleichnamige, vom Deutschen Übersetzerfonds im LCB veranstaltete Konferenz im September 2006.
Die Einleitung von Gabriele Leupold und Katharina Raabe und die kommentierte Bibliographie bieten einen guten Einstieg in das interdisziplinär angelegte Thema. Die Beiträge  zur Übersetzungskunst stammen von praktizierenden Übersetzern. Und es bestätigt sich, daß "nicht nur jede Epoche sich bestimmte Werke der Überlieferung neu übersetzt, sondern daß diese Übersetzungen von einem hohen Maß an Erklärung, Rechtfertigung, ästhetischer Beurteilung begleitet sind. (...) Die erkenntnismächtigsten Texte sind zum Großteil von den Übersetzern selbst verfaßt worden" (S. 19).
Ein Buch für Praktiker also und all jene, die über das Übersetzen und Interpretieren nachdenken. Mehr zum Inhalt unter www.wallstein-verlag.de.

 


19.01.2008
Literaturhinweis
Thema "Übersetzungskultur" in "Sprache im technischen Zeitalter"

Der Deutsche Übersetzerfonds feierte im vergangenen September sein zehnjähriges Bestehen. Umberto Ecos Festvortrag ("Übersetzen als Verhandeln") und die Beiträge zum Symposium "Übersetzungskultur - was sie prägt, was ihr fehlt"  von Werner von Koppenfels ("Demut plus Übermut"), Sibylle Lewitscharoff ("Botschaftsverkehr zwischen Oben und Unten"), Denis Scheck ("Ich soll keine Lügen erzählen") und Jürgen Trabant ("Von Kratylos zu Agamemnon") sind nun im aktuellen Heft (Nr. 184) der Zeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter" nachzulesen. Mehr zur Zeitschrift unter

www.spritz.de

 


25.11.2007
Bericht zur berufspolitischen Konferenz zum Austausch mit Übersetzern aus Mittel- und Osteuropa
Kirschen in Nachbars Garten

Vom 13. bis 15. September 2006 fand im Literarischen Colloquium Berlin die von der Robert Bosch Stiftung geförderte berufspolitische Konferenz „Kirschen in Nachbars Garten“ statt. Der Titel verweist auf ein Treffen von Berliner Übersetzern mit Vertretern aus 5 europäischen Übersetzerverbänden (Frankreich, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden) im Jahre 1996: „Kirschen in Nachbars Garten – Übersetzen hier und anderswo“. Diesmal bildeten den Schwerpunkt 8 Länder Mittel- und Osteuropas (Belarus, Bosnien-Herzegowina, Litauen, Russland, Serbien, Slowenien, Tschechien, Ukraine).

Alle Teilnehmer wurden gebeten, anhand eines Themenkatalogs über die Lage der Literaturübersetzer in ihrem Land zu berichten: Selbstverständnis und Ausbildung der Literaturübersetzer, Vernetzung und Organisation, Marktsituation, Honorare, Urheberrecht und Verträge, Beratung und Rechtsschutz, soziale Absicherung und Vergünstigungen für Übersetzer, Förderung und Fortbildung. Bald stellte sich heraus, dass die Situation der Übersetzer in den einzelnen Ländern – auch wenn diese in den letzten Jahrzehnten eine ähnliche Entwicklung durchgemacht haben – sehr unterschiedlich ist. Etwas überspitzt formuliert könnte man sagen, dass der Grad der Organisation der Literaturübersetzer mit der Entwicklung und Stabilität der demokratischen Ordnung des Landes zusammenhängt.